das Kulturhistorische Museum lädt ein zum: 

Ringelnatz-Sommer-Wochenende 2016
und zu einer Lesung mit Ines Hommann
im Arkadenhof, am Freitag den 05.08.2016, 19 Uhr .

(bei Schlechtwetter in die Städtische Galerie, Markt 1)

Am Vorabend des Ringelnatz-Geburtstags gratuliert die Künstlerin Ines Hommann und mit ihr geben sich berühmte Zeitgenossen Ringelnatz
"ein Stelldichein".
Aphorismen, Gedichte und Kurzgeschichten von Hans Fallada, Kurt Tucholsky, Rainer Maria Rilke, Erich Mühsam, Christian Morgenstern,
Ricarda Huch, Mascha Kalewko und Virginia Woolf - und natürlich von Joachim Ringelnatz werden zu hören sein.
Die Dresdner Sprecherin und Moderatorin liest regelmäßig in Schlössern, Museen, Kirchen und Klöstern aus Werken berühmter Dichter früherer Jahrhunderte oder zeitgenössischer Autoren. Ihr sprecherisches Handwerk lernte die Seiteneinsteigerin ab 2010 an renommierten deutschen Sprecherschulen wie der Akademie für professionelles Sprechen in Berlin sowie bei namhaften Synchronsprechern. Seit 2011 nimmt sie außerdem klassischen Gesangsunterricht, aktuell beim Gesangsstudio Melusine in Dresden. Seit 2014 arbeitet sie ebenfalls als freie Moderatorin und Synchronsprecherin sowie seit 2016 als Sängerin.

   
     Ines Hommann
 


 


 


Ringelnatz Kunstpfad


zur Übergabe des kompletten Ringelnatz-Kunstpfades an die Öffentlichkeit laden wir Sie hiermit in die Ringelnatz-Geburtsstadt herzlich ein. 


Am 6. August 2016, 11 Uhr,
Der Treffpunkt ist vor dem Schloss am Domplatz.

 

Der vor rund zehn Jahren in Angriff genommene Ringelnatz-Kunstpfad ist ein Bürgerprojekt, das vom Netzwerk für Demokratische Kultur in Wurzen initiiert und gemeinsam mit dem Joachim-Ringelnatz-Verein, der BUND BILDENDER KÜNSTLER Leipzig, der Stadtverwaltung und vielen Unternehmen und Bürgern umgesetzt wurde. Der Pfad ist zugleich historischer Stadtrundgang, literarischer Spaziergang und Freiluftgalerie mit 13 unikaten Kunstwerken, hervorgegangen aus drei künstlerischen Wettbewerben.

 

Wir weihen bei diesem Rundgang die vier 2016 verwirklichten Kunstwerke ein. Für musikalisches Innehalten beim Kunstgenuss sorgt Ingeborg Freytag mit Spontanimprovisationen auf der Geige. Mit der Enthüllung des Kunstwerkes von Prof. Ziska und einem kleinen Umtrunk endet unser Rundgang wieder am Ausgangspunkt.

 

Lassen Sie sich an diesem Tag auch nicht die Führung durch das Ringelnatz-Geburtshaus in seinem verfallenen Charme um 15 Uhr entgehen, wo der Joachim-Ringelnatz-Verein als neuer Hausherr seine Vorhaben erläutert. „Schöner scheitern mit Ringelnatz“ heißt das Ringelnatzprogramm von Heike Feist und Andreas Nickl um 20 Uhr im Kulturhaus Schweizergarten, das Sie nicht versäumen sollten.

 

Gönnen Sie sich einen schönen Tag auf der Ringelnatz‘ Fährte in Wurzen.


Einladung !

Das Kulturhistorische Museum Wurzen zeigt in der Städtischen Galerie
eine neue Kabinettausstellung

„Der Jugendstil- und Werkbundkünstler Albinmüller (1871-1941)
zum 75. Todestag
Seine Entwürfe für die Teppichfabrik Wurzen“
Laufzeit: 18.9. - 30.10. 2016
Es erscheint eine Publikation im Sax-Verlag, Leipzig

Die Ausstellung zeigt die bislang noch wenig beachtete Zusammenarbeit des Jugendstil-und Werkbundkünstlers Albinmüller (eigentlich Albin Müller, Dittersbach/Erzgeb. 1871–1941 Darmstadt) mit der Wurzener Teppich- und Veloursfabriken AG in den Jahren vor dem 1. Weltkrieg.
Albinmüller schuf mehrere 100 Entwürfe für Gebrauchsgerät aus verschiedensten Materialien und für breite Anwendungsbereiche. Zudem war er als sog. Raumkünstler mit kompletten Inneneinrichtungen auf den einflussreichen Ausstellungen des Jugendstils – Turin 1902, St. Louis 1904, Dresden 1906 sowie den Ausstellungen der Mathildenhöhe – äußerst erfolgreich.
Die Teppichfabrik, 1883 aus der 1856 in Wurzen gegründeten Wollstaubfabrik Schütz hervorgegangen, griff wie viele andere Unternehmen nach der Jahrhundertwende die neue Stilrichtung auf und modernisierte die Produktpalette u.a. mit Entwürfen prominenter Künstler. 1904 wurde  das Unternehmen dafür auf der Weltausstellung in St. Louis ausgezeichnet. Namhafte Künstler des Jugendstils wie Richard Riemerschmid (1868–1957) und Joseph Maria Olbrich (1867–1908) ließen Entwürfe von der Wurzener Fabrik ausführen.
Leihgaben der Ausstellung aus dem Grassi-Museum für angewandte Kunst, Leipzig; Bröhan-Museum, Berlin; der Mathildenhöhe Darmstadt; dem Hüttenmuseum, Ilsenburg; Sanatorium Dr. Barner, Braunlage sowie Schätze, aus dem Teppicharchiv des Kulturhistorischen Museums, Wurzen geben einen eindrucksvollen Einblick in das Oeuvre des Künstlers.
Albinmüller schuf mindestens 14 Modelle für die Fabrik, darunter zwei Teppiche für die Brüsseler Weltausstellung 1910. Daneben präsentiert die Ausstellung Gebrauchs- und Ziergegenstände verschiedenster Materialien wie Glas, Metall, Gusseisen, Kunststoff, Steingut, Serpentin, Fotos von Raumausstattungen, Stoffen, Entwürfe. Albinmüller gehört neben Friedrich Adler (1878–1942) zu einem der wichtigsten Designer des Jugendstils für die Teppichfabrik.

Die Ausstellung erinnert damit zugleich an das 160-jährige Gründungsjubiläum der Teppichfabrik sowie den 75. Todestag Albinmüllers.

Wir würden uns über Ihren Besuch und Zuspruch sehr freuen und
wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Dr. Sabine Jung
Leitung
Kulturhistorisches Museum mit Ringelnatz-Sammlung.
Städtische Galerie, Wurzen
 


Flyer als PDF


  Rahmenprogramm mit 5 Veranstaltungen:
  Fr 23.09.16, 19 Uhr Abendführung
  So   2.10.16, 15 Uhr Vortrag; 16:30 Uhr
  Führung (Todestag Albinmüllers)
  Sa 15.10.16, 15 Uhr Führung
  So 30.10.16, 15 Uhr Führung
  (letzter Ausstellungstag)


 


 

"Auf den zweiten Blick - Ringelnatz in Privathand"
Städtische Galerie Wurzen, Markt 1

Laufzeit 12.Mai - 7.August 2016
Öffnungszeiten: Do – So , 14-18 Uhr; Eintritt

Führungen zu dieser Ausstellung:  Start: 07. Juli 2016
jeden Donnerstag von 17-18 Uhr

Weitere Termine: 14.7., 21.7., 28.7., 4.8.2016


 

Insgesamt neun außergewöhnliche Werke von und über Joachim Ringelnatz (Hans Bötticher, Wurzen 7.8.1883 - 17.11.1935, Ringelnatz, Berlin) aus Privatbesitz werden erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.
Neben sieben von Ringelnatz gestalteten Werken aus den Jahren 1926 - 1932, zeigt die Ausstellung zudem sein außergewöhnliches literarisches Mappenwerk: "Janmaate - Toplastige Lieder" (1922), mit Illustrationen von M. Pretzfelder sowie eine Porträtbüste (1923) von Ringelnatz aus Bronze, geschaffen von der Berliner Bildhauerin und Freundin Renée Sintenis.

Dass Joachim Ringelnatz auch in der Malerei und Grafik Erfolge feierte und rund 10 Jahre (von 1924-1934) trotz Weltwirtschaftskrise ein gutes Zubrot hatte, verdankte er nicht letztlich der im männlichen Familienzweig angelegten Doppelbegabung. Ähnlich wie sein Vater, Georg Bötticher, dem europaweit bekannten Musterzeichner und Chefdesigner der Tapetenfabrik in Wurzen, der in der zweiten Lebenshälfte als ein sachsenweit bekannter Mundartdichter publizierte, hatte Joachim Ringelnatz neben dem literarischen Talent ein bildnerisches Können vererbt bekommen.

Auslöser für Ringelnatz‘ Gemälde wie auch Gedichte waren seine Betrachtungen, Erkenntnissen und Empfindungen. Er stellte auch in seiner Malerei immer wieder Fragen – warum so viel Leid, Einsamkeit, Verlorenheit? Alles regte seine Phantasie an. Er malte als Kind, als Lehrling, als Seemann und als Dichter. Er malte nicht die Dinge sondern die Atmosphäre, den Zustand.
Er malte trotz fehlender konsequenter Ausbildung und trotz technischer Defizite,
und es war ihm ernst damit.

Freunde und Förderer ermöglichten ihm sein zweites Talent auszuleben.
Dazu gehörte neben Anregungen anderer Künstler besonders Renée Sintenis, die ihn in die Berliner Szene einführte, Karl Hofer, Paul Wegener, Asta Nielsen und seine vielen Kontakte zur kreativen Intelligenz, zu Kunst- und Literaturliebhabern in nahezu allen größeren deutschen Städten, in denen er als Vortragskünstler auftrat.
Vor allem dem Kunsthändler und Galeristen Alfred Flechtheim verdankte Ringelnatz sehr viel.
Er entdeckte sehr rasch das Potential der in die Zeit passenden Ringelnatz-Gemälde und Grafiken.

Ohne direkte Vorbilder, kannte Ringelnatz die aktuellen Strömungen, Vereinigungen und Debatten von Dada bis zur sog. primitiven Kulturen Afrikas, Polynesiens, mit Kinder-Kunst, Kunst von Geisteskranken, mit volkstümlicher Kunst und Autodidaktischem.
Ringelnatz spannt seinen Bogen von der Romantik zum Expressionismus, dem magischen Realismus und der Neuen Sachlichkeit, zu Werken von C.D. Friedrich, Max Ernst bis Otto Dix, Gustav Wunderwald, Georg Schrimpf, André Derrain u.a.
Ringelnatz adaptierte, reflektierte, experimentierte und schuf so etwas Ur- Eigenes.
Als Maler, Zeichner und Dichter, Schriftsteller war er jedoch durch seine Engagements das Jahr über meist voll in Anspruch genommen. Dennoch recherchierte er für seine beiden Metiers. Gerade die Kunst von Geisteskranken interessierte ihn dabei besonders.
 
Sein malerisches Werk zu entschlüsseln ist oft erst auf den zweiten Blick möglich.
Seine Gemälde wirken zunächst „naiv“. Das wurde zu einer Art Markenzeichen, denn er beherrschte die Klaviatur der Naivität, ähnlich wie Paul Klee. Ringelnatz zeigt: Unendliche „leere“ Landschaften, „verrutschte“ Bildausschnitte, isolierte Figuren, Wege ins Nirgendwo, Himmel die lasten, erdrückende Horizonte, trotz Farbigkeit - Tristesse. Intellekt und Phantasie formten als Katalysatoren seine Inspirationen, Visionen und Halluzinationen.

Seine Sujets sind breit gefächert: Seestücke, Atmosphärisches, Exotisches, Bedrohliches, Todesahnung, Kinder, Tiere und immer wieder Landschaften in sowohl irrealer, fremdartiger, bizarrer als auch romantisierender Ausprägung. Als Seismograph seiner Zeit hatte er Antennen für alles Menschliche, Melancholische, Märchenhaft-Magische, für Einsamkeit, Verlorenheit, Tod, für alles Inhumane in einer skurrilen Wirklichkeit, für das Leben auf und hinter der Bühne der Großstadt.
Gedichten und Malereien treten in ein Wechselspiel.
 
Herzliche Einladung an Sie und Ihre Freunde.

Dr. Sabine Jung  



"RingelnatzSommer 2016" vom 31. Juli bis 14. August 2016

Auch in diesem Jahr werden wieder viele Besucher in dieser Zeit erwartet.
Veranstalter zu diesem Event sind u.a.:

Joachim-Ringelnatz-Verein Wurzen e.V.
Kulturhistorisches Museum Wurzen
Kulturbetrieb Wurzen
Förderverein Kulturhistorisches Museum, Galerie
und Ringelnatz-Geburtshaus e.V.
Stadtwandler e.V.   

Weitere Informationen über den Programmablauf finden Sie hier   
         
 

Ausgerechnet Bananen - Hits aus der Ringelnatz-Zeit
Musikalisches Programm:
Die Frauen um Ringelnatz - Zum 130. Geburtstag des Künstlers
- Chor des CVJM, „Fragmente“ - mit vertonten Ringelnatz-Gedichten
  unter Mitwirkung von V. Appel

- Schüler der Musikschule Wurzen, Leitung Andreas Pötzl

Ursprünglich als Finissage der Ausstellung „Die Frauen um Ringelnatz-Zum 130. Geburtstag des Künstlers“ geplant, wurde ein musikalischer Ringelnatz-Nachmittag daraus nachdem die Ausstellung bis zum 6.10. (Do-So, 14-18 Uhr) verlängert wurde.Viele Besucher kamen, u.a. aus Varel bei Wilhelmshaven und Hiddensee um die Songs und Hits aus der Ringelnatz-Zeit in der Ausstellung zu hören.
Der CVJM (Christlicher Verein junger Menschen)-Chor Leipzig sucht Ringelnatz-Gedichte aus „vertonte“ diese mit geeigneten Melodien.
Durch unseren Mittelsmann und Sänger im Chor, Holger Appel, ein Verwandter von Ringelnatz, kam der Kontakt zustande.
Andres Pötzl, leitete den Chor von z. T. einstmaligen Musikschul-Sängerinnen zu Gassenhauern, die unter dem Moto „Ausgerechnet Bananen“ u.a. von Trude Hesterberg und anderen Sängerinnen und Sängers zu Ringelnatz-Berliner Zeiten gesungen wurden und die er zum Teil persönlich kannte.
Im Anschluss daran gab es einmal mehr eine Führung durch die Ausstellung.
Dieser Nachmittag bot zudem dem hiesigen Ringelnatz-Verein den idealen Rahmen um die Scheckübergabe in Höhe von 4.500 € von der Sparkasse Muldental für die Drucklegung der Arbeit von Angelika Wilhelm „Joachim Ringelnatz und seine Ahnen“, die nun wohl in 2014 herauskommen wird.
 



 



22. September 2013 im Arkadenhof des Museums.
Jazzband SUM II



Der „Förderverein Kulturhistorisches Museum, Städtische Galerie, Ringelnatz-Geburtshaus e.V.“, in Kooperation mit dem Kulturhistorische Museum und im Rahmen des „Herbstgeflüsters“,  hatte die Mitglieder unseres Vereins und deren Freunde zu einem kleinen Jazz-Brunch, u. a. mit Kräuterdips und kleinen Leckereien aus dem Hause der „Kräuterfee“, Wurzen,  zum  Jazz im Museum „Now is the time“ eingeladen.

 


 

Mitgliedertreffen vom 09. Aug. 2013 
Einige unserer Mitglieder aus dem Förderverein sind unserer Einladung gefolgt und haben gemeinsam mit uns einen fröhlich Abend anläßlich der "Classic open" in Leipzig auf dem Marktplatz erlebt.