1. Halbjahr 2014

 

27.04. - 07.06.2014 -
ROCCO HETTWER "Pentimenti"
Neue Malerei und frühe Porträts

war ein großer Erfolg. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hatten sich eingefunden, um Anteil an der außergewöhnlichen Kunst des Malers zu nehmen. Es sprachen:

Dr. Martin Hirschboeck, Berlin
Oberbürgermeister Jörg Röglin
Dr. Sabine Jung
Kulturhistorisches Museum, Städtische Galerie, Ringelnatz Geburtshaus

Musikalisch wurde die Ausstellungseröffnung umrahmt von den Schülern
der Musikschule Muldental unter der Leitung Theodor Uhlig.

Auch das zusätzliches Rahmenprogramm am 04.Mai 2014 fand reges
Interesse. Rocco Hettwer stand dem anwesenden Publikum mit Ihren Fragen
persönlich Rede und Antwort.Ergänzt würde dieser Nachmittag durch einen Vortrag von Prof. Dr. Steffen Dietsch, Berlin, unter dem Motto "Palimpsest".
 




Slides-Show
 


"Nichts ist schön, nur der Mensch ist schön"
Friedrich Nietzsche
 
Rocco Hettwer  -  Pentimenti - Neue Gemälde und frühe Porträtzeichnungen
Galerie, Jubiläumsausstellung

Die Ausstellung titelte "Pentimenti".
Das Wort, ein kunsthistorischer Terminus technicus, vergleichbar den "Reuezügen", bezeichnet Übermalungen, die Maler häufig einsetzen, um die einmal gefundene Fassung zu ändern.
Restauratoren finden in den Schichten alter Bilder vielfach solche "Reuezüge", und nicht selten dienen sie schließlich auch als Echtheitsbeweis mancher in Zweifel gezogener Bildzuschreibungen.
Diese Zusammenhänge greift der Künstler für seine Arbeiten auf, denn wo sonst wird ein Scheitern und die darauf folgenden Überarbeitungen so sehr als Garant für Echtheit, Unverwechselbarkeit und Qualität gesehen?
In den großformatigen Ölgemälden Rocco Hettwers ist das Surreale zuhause.
Geheimnisvolle Paare, in sich versunkene Menschenkinder, Teenies, die bei ihm nach der Schule und vorm Klavierunterricht „modeln“.
Rocco Hettwer versteht es, ihren Stress und ihre Genervtheit für sich produktiv und spannungsvoll umzusetzen und bildhaft festzuhalten. Meisterhaft zeigt er sein Gegenüber in verschiedenen Ebenen und dennoch als einen Menschen mit all seinen Verletzlichkeiten und Alltagsroutinen. Diese Gefühlswelten platziert er in artifizielle Räume.
Rätselhaft und unwirklich - eben nur scheinbar real. 
Hettwer versteht es Kinder, junge Leute in Jogginganzug, mit Handtuchturban, T-Shirts und Jeans so zu zeigen, dass nichts Herausgeputztes für ein „repräsentatives - Porträt der Ewigkeit“ entsteht sondern eines, das unsere Zeit widerspiegelt und somit eine einstmalige Tradition Menschen-in-Ihrem-Alltagshabit-zu-zeigen, wiederbelebt.
Die Ausstellung gibt anlässlich des 50. Geburtstages einen Einblick in das aktuelle Schaffen.


Kurzvita:
geb. 1964 in Wurzen, lebt und arbeitet seit
1990 in Berlin
1995 Diplom: Malerei, Kunsthochschule Berlin-Weißensee
1996 Meisterschüler bei Prof. Dieter Goltzsche
1996-1998 zahlreiche Stipendien und Auslandsaufenthalte
seit 1999 freischaffend in Berlin



 


Ausstellung „Kunst ist doch das Allerschönste"

Maria Reichel und Erika Siebert - Gedächtnisausstellung“

Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, den 8.3.2014 - 15 Uhr hat das Kulturhistorische Museum im Namen der Organisatoren der Ausstellung, dem Freundeskreis der beiden Künstlerinnen, Maria Reichel und Erika Siebert - Gedächtnisausstellung in die Städtische Galerie Wurzen, Markt 1, eingeladen.

Wir gedachten zweier Künstlerinnen, Maria Reichel (1940-2013) und Erika Siebert (1934- 2013), für die Kunst, nach Paula Modersohn Becker, wirklich das Allerschönste war.

Beide eint nicht nur ihr berufliches Wirken in und für Wurzen und die Region, sondern auch ihre künstlerisch privaten Ambitionen im Kreise der Wurzener Künstlerin und „Anstiftern“ Christine Ebersbach. Unter deren Ägide fand jede der beiden Frauen zu ihrer ureigensten künstlerischen Formensprache.
Beide eint zudem das Interesse am großen Themenbereich Natur, Landschaft, Garten.
Dass wir die beiden 2013 Verstorbenen post mortem zu Recht als Künstlerinnen mit einer Ausstellung präsentieren und ehren, ist der Qualität ihrer imposantes Œuvres geschuldet.

Die Laudatio hielt Dr. Sabine Jung.
Den musikalisch künstlerischen Rahmen bestreiten das Leipziger Hornquartett (Johannes Winkler) sowie die im deutschsprachigen Raum bekannte Schauspielerin Teresa Weißbach mit Rezitationen.
Für den Imbiss sorgte die Firma Schimkus.




 

 
"Die Frauen um Ringelnatz"
Ringelnatz, ein „Großes Kind“, chaotisch, kreativ war sicherlich ein charmanter und liebenswerter Unterhalter und umgab sich gern mit entsprechend anregenden Menschen. Ihm den treuen Ehemann abzusprechen oder ihn gar als Frauenheld zu sehen wäre sicherlich nicht richtig.
Von den rund 40 Frauen, die seinen Lebensweg kreuzten, werden 28 Frauen vorgestellt, die unterschiedliche Rollen in seinem Leben einnahmen. Sie alle konnten anhand der einschlägigen Literatur (Walter Pape: Ringelnatz; Herbert Günther: Ringelnatz; sowie natürlich Ringelnatz’ eigenen Schriften: „Mein Leben“ und „Als Mariner“) ermittelt werden.
Diese 28 Frauen waren zunächst seine Mutter, Schwester, Tanten, Ehefrau und deren Stiefschwester, Freundinnen sowie Größen ihrer Zeit wie Asta Nielsen, Renée Sintenis, Emmy Ball-Hennings und zahlreiche Diseusen u.a. an Berliner Theatern.
Auch die Kaiserliche Marine prägte seinen Umgang in gewisser Weise. Freiwillig gemeldet, brachte es Ringelnatz dabei während des 1. Weltkriegs vom Mienenentschärfer bis zum Leutnant zur See. Doch das dort vorherrschende Frauenbild, das nur „zwei Arten von Frauen – die Guten – die Ehefrauen und die Anderen“ zu kennen schien, galt dem Philanthropen Ringelnatz sicherlich nicht viel.

Zur Ausstellung erschien auch eine Publikation.   Bitte hier weiterlesen...

 

Rechtzeitig zum 37. Internationalen Museumstag am 18.05.2014 präsentierte das Kulturhistorische Museum ab dem 12.5.2014 wieder ein geschichtliches Thema in Form von Basisinformationen im Foyer des Museums.

„280 Jahre Posttor – Kursächsische Postgeschichte
in Wurzen“

Vor 280 Jahren, 1734 wurde der Ausbau des Freigutes im Crostigall zum Postgut mit dem schöngestalteten gelb-blauen, königlich bekrönten Posttor fertiggestellt.

Eigentlich beginnt die Wurzener Postgeschichte bereits früher.
Im Jahr 1596 sind sog. Fußboten in Wurzen bekannt, die innerhalb der Stadt die Post abholten und austrugen. Das wurde auf fußläufige Orte der Umgebung ausgedehnt.1709 richtete man die erste Posthalterei in Wurzen im Crostigall ein.

Danach wurde eine Feldpostordnung erlassen und die hölzernen Postmeilenstelen zur Kennzeichnung der Distanzen errichtet. Aus hölzernen wurden steinerne Distanzsäulen mit königlich –sächsischem Doppelwappen, von denen Wurzen noch eine hat.

Am 31.12.1924 fuhr die letzte Postkutsche; die Eisenbahn und 1925 das Automobil, das sog. Phänomobil, erweiterten das Postbetriebsnetz. Die zahlreichen neu gegründeten Poststellen der Stadt Wurzen wurden u.a. von Postmeistern wie Johann August Lindner, Johann Carl Weselowski  und Adam Friedrich Zürner geleitet.

Dem kurfürstlich-sächsischen und königlich-polnischen Geographen Zürner (Marieney 1679-1742 Dresden) ist ein eigens Kapitel gewidmet.

Dieses und vieles mehr vergegenwärtigte die Foyer-Präsentation mit Zeitstrahl und Bebilderung eindrücklich.

 

23. März bis 12. Mai 2013
 
Ausstellung
"INDUSTRIEARCHITEKTUR IN SACHSEN-ERHALTEN-ERLEBEN-ERINNERN &
Wurzener Unternehmer und ihre Häuser" 
Städtische Galerie, Markt 1, 04808 Wurzen
 
 
Industriearchitektur in Wurzen - auf den ersten Blick sind das die Mühlentürme der Wurzener Nahrungsmittel GmbH und der Getreide AG. Sie symbolisieren die enge Verbindung der Stadt zu einer leistungsfähigen Agrarregion und einer bedeutenden Ernährungswirtschaft. Neben dem Dom, dem Schloss und der Stadtkirche prägen seit dem Industriezeitalter die Silos und Speicher die Stadtsilhouette. Gebäude einer der ältesten Zuckerfabriken Deutschlands haben sich im heutigen Ortsteil Mühlbach erhalten.

Erstmals wird in der Wanderausstellung auch der Blick auf die Unternehmer als Privatpersonen gelenkt. Die Sonderschau »Unternehmer und ihre Häuser« fragt nach Wohn- und Lebensverhältnissen Wurzener Unternehmer sowie nach ihrer Bedeutung für das gesellschaftliche Leben der im 19. Jahrhundert aufstrebenden Industriestadt.
Gezeigt werden u.a. Unternehmervillen in verschiedenster Baustile vom Klassizismus über den Historismus bis hin zum Eklektizismus.
      Kleine Auswahl aus der Ausstellung 
         

Das Rahmenprogramm zu dieser Ausstellung finden Sie hier: PDF


Eine Ausstellung des Deutschen Werkbundes Sachsen e.V. in Kooperation mit der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen und dem Kulturhistorischen Museum Wurzen. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert.

Mit freundlicher Unterstützung  
                 
Kulturraum Leipziger Raum  |  Udo von Meeteren

Ausstellung 07. Okt. 2013 - bis März 2014 „200 Jahre Napoleon und Wurzen“

 
Napoleon war vom 8. auf den 9.10.1813 - vor der Völkerschlacht
bei Leipzig Logiergast bei dem Wurzener Pelzgroßhändler Gottlieb Sommer
.
Einen Tag später reiste Friedrich August I., König von Sachsen,
mit Gemahlin und Tochter an und verweilte ebenfalls eine Nacht in
Wurzen;